Yoga Lehrerin Lübeck, Laura Pollner im Garten (Porträt)
Über mich

Hey, ich bin Laura, Yoga Lehrerin aus Lübeck …

Erfahre mehr über meinen Weg

Die Angst

Die Angst, die mein Leben kontrolliert hat

Vor einigen Jahren begann eine Zeit, in der mein Leben Stück für Stück schwerer wurde.
Ich bekam starke Bauchkrämpfe, die häufig auftraten, mich schwächten, mir den Appetit nahmen – und mit ihnen kamen auch die Ängste.

Angst, rauszugehen, vor den nächsten Schmerzen.
Angst, unter Menschen zu sein.

Ich zog mich immer weiter zurück, ging kaum noch raus, konnte kaum noch ausreichend essen und nahm zusätzlich immer mehr ab. Ich funktionierte nicht mehr und fiel in eine Depression. Auch in meiner Arbeit war der Alltag schon länger zunehmend schwer– das Arbeitsumfeld war belastend und es gab immer wieder schwierige Situationen, die mich zusätzlich unter Druck setzten. Mein Körper versuchte mir deutlich zu signalisieren, dass etwas nicht stimmte – doch ich überhörte diese Signale noch eine Zeit lang.

Der Wendepunkt

Irgendwann war klar: So ging es nicht weiter.
Ich ließ mich krankschreiben und ging für drei Monate in eine Klinik – ein Schritt, der notwendig war.
Ich begriff, dass Heilung nicht Kontrolle bedeutet,
sondern Hingabe. Nicht Kampf, sondern Vertrauen.

Der Neubeginn

Wie Yoga mich fand und ich Yoga Lehrerin wurde

Rückblickend fühlt es sich an wie eine Fügung. Ich hatte mich schon seit vielen Jahren mit Spiritualität beschäftigt, doch Yoga war nie wirklich Teil davon – bis ich jemanden kennenlernte, der in einem Ashram lebte. »Wenn du magst, komm vorbei«, schrieb er. Ich nahm all meinen Mut zusammen. Und ich machte mich auf den Weg.

Diese Erfahrung öffnete Türen in mir, von deren Existenz ich nichts wusste. Zurück in Lübeck suchte ich mir ein Yogastudio, obwohl mir Gruppen immer Angst machten. Und dann fand ich Yin Yoga.



Langsamkeit, Stille, Atem. Sanft sein, Fürsorge.

Zeit für mich. Nur ein Gefühl von Ankommen. Loslassen, was mir nicht mehr dient.
Mein Nervensystem durfte zur Ruhe kommen, mein Körper atmete auf. Ich begann, regelmäßig Yin Yoga zu praktizieren – und irgendwann sah ich, dass in dem Yoga Studio eine Kinder-Yoga-Ausbildung angeboten wurde. Da ich früher mit Kindern gearbeitet hatte und diese Arbeit immer noch liebe, fühlte sich die Vorstellung sofort richtig an. Es war, als würde etwas in mir leise sagen: »Mach das«.

Es war, als würde mein Körper aufatmen. Nicht »müssen«. Einfach nur sein. Diese Praxis hat mich sanft zurückgeführt – zu meinem Inneren, meiner Intuition, zu der Erkenntnis, dass Sanftheit keine Schwäche ist, sondern eine Kraft.

Ich hatte eigentlich nicht das Geld dafür, aber ich traf innerlich eine Entscheidung – und plötzlich fügten sich Wege, die es möglich machten. Genau so war es später auch mit der Ausbildung zur Yin Yoga Lehrerin in Lübeck. Es war, als würde mich das Leben sanft dorthin führen, immer weiter in den nächsten Schritt. Yin Yoga zeigte mir, dass meine sanfte Art keine Schwäche ist, sondern eine wahre Stärke.

Ich erkannte, dass alles, wonach ich suchte, bereits in mir ist. Mir wurde klar, dass Heilung nicht bedeuten, schwierige Gefühle zu ignorieren oder zu betäuben –sondern dass die Kraft in der sanften, liebevollen Annahme der Gefühle liegt. Sie durch mich hindurchfließen zu lassen war eine wichtige Erkenntnis, die ich schon kannte, doch durch Yin Yoga wurde sie für mich wirklich erfahrbar.

Wie es mir jetzt geht und die Selbstständigkeit als Yoga Lehrerin in Lübeck

Heute

Die letzten Jahre war ich krankgeschrieben und arbeitslos – eine Zeit, in der ich langsam wieder zu mir selbst gefunden habe. Ich selbst bin auf dem Weg meines eigenen inneren Wachstums – immer weiter, Schicht für Schicht. Vieles, was ich heute teile, ist nicht nur erlernt, sondern erfahren, durchlebt. In den vergangenen Jahren durfte ich auf Seminaren, in Coachings, Therapien und Workshops tief eintauchen – in Themen wie Achtsamkeit, Innere-Kind-Arbeit und Schattenarbeit. All das findet sich in meiner Begleitung ein. Nicht als festes Konzept, sondern als lebendige Praxis – aus eigener Erfahrung, mit offenem Herzen und dem Wissen, dass wir alle Lernende bleiben.

Heute geht es mir so viel besser als in diesen schweren Zeiten. Nicht, weil plötzlich alles leicht geworden ist, sondern weil ich stehen geblieben bin. Ich habe mir die Zeit genommen, die ich brauchte, und den Mut gefunden, mich auch den schweren Gefühlen mehr zuzuwenden. Der Weg heraus führt hindurch. Ich lerne immer noch, meine Ängste zu spüren und mit ihnen zu gehen.

In dieser schweren Zeit vor einigen Jahren habe ich auch meinen Partner kennengelernt, mit dem ich heute in Lübeck lebe – einen Menschen, der mir eine große Stütze ist und für den ich sehr dankbar bin. Ich kann wieder reisen, lachen, Essen genießen. Und trotzdem gibt es Tage, an denen manches schwer bleibt.

Selbstständigkeit als Yoga Lehrerin in Lübeck

Gerade Veränderungen, wie dieser neue Schritt in die Selbstständigkeit und Sichtbarkeit – fordern mich heraus. Doch sie bringen auch Wachstum, Lebendigkeit und Vertrauen mit sich. Ich erinnere mich immer wieder daran, gut für mich zu sorgen. Das gelingt nicht immer, aber ich gehe weiter. Schritt für Schritt, in Richtung meiner Vision.

Ich bin einfach ein Mensch, auf dem Weg – immer mehr zu mir selbst, zu Sanftheit und Selbstliebe. Mit Licht und Schatten, mit Herausforderungen und Themen, die mich formen und begleiten.

Yoga ist für mich heute keine Übung auf der Matte allein. Es ist eine Lebenshaltung – eine Art achtsam, mit dem umzugehen, was gerade ist. Es bedeutet für mich nicht zwangsläufig, jeden Tag Asanas zu praktizieren oder beeindruckende Posen zu können. Yoga ist das bewusste Dasein im Moment, das Mitgefühl mit mir selbst und anderen. Ich lerne weiter, Schicht für Schicht, immer mehr von Härte und Begrenzungen loszulassen und mich dem Leben so zu öffnen, wie es ist.

Mit »Sanft sein« möchte ich Räume schaffen, in denen Menschen sich gesehen und gehalten fühlen. Räume, die uns erinnern, dass wir nichts werden bzw. leisten müssen, um genug zu sein. Orte des Fühlens, des Loslassens, des Erinnerns an das, was wir längst sind: genug.